12. Platz beim dritten Rennen in Grimma

Dieses Wochenende stand schon seit der Terminvergabe unter keinem guten Stern für uns, denn auf dieses fielen die Deutschen Meisterschaften der Jugend, die Deutschen Meisterschaften der Elite und Altersklassen & die Regionalliga in Schwerin. Dadurch war bereits von Anfang an unsere Personaldecke ausgedünnt, aber dennoch schlagkräftig. Eins zieht sich jedoch diese Saison wie ein roter Faden durch die Wettkämpfe: Verletzungen & Krankheiten. Noch immer sind Dennis, Stephan und Markus nicht einsatzbereit, weshalb unser geplantes Team für Grimma wie folgt aussah: Cornelius Theus, Raik Recksiedler, Olaf Geserick und Lukas Schnödewind. Das sind nur Vier Leute, statt der üblichen Fünf. Um diese Zahl vollzumachen hat sich Maik Müller bereit erklärt mitzureisen und zu starten – als Absicherung – in dem Wissen gnadenlos das Feld von hinten zu betrachten. Doch dann ergab sich in den letzten Tag noch eine Option: Georg Leidhold schreibt uns, dass er starten würde, wenn er nicht für die Mixed-Team-Relay vom Landesverband aufgestellt wird. Wieso kommt das so überraschend? Nun ja, für Georg bedeutet das zwei Rennen, wovon eins die Deutsche Meisterschaft ist, innerhalb von 14 Stunden. Schon jetzt: MVP des Wochenendes.

Angereist sind wir dennoch mit Maik, denn die Entscheidung über die Teamstaffel fiel erst nach Georgs DM-Rennen um 19:10 Uhr. Erst bekam ich das Go vom Landestrainer, anschließend empfing ich auch Georg im Zielbereich und er sagte: "Ja komm, ich mach das, ich starte!". Unser Team steht! 13 Stunden vor dem Wettkampf! So Spät haben & vor allem vor Ort haben wir noch nie gewechselt.

Der Start des Wettkampfes war für 12.25 Uhr angesetzt. Die fünf Kämpfer machten sich unter den Augen von Betreuer "Baumi", Kamerakind & Kapitän Dennis, zum Betreuer aufgestiegenden Maik und Edelfan Finn Luca warm. Finn hatte am Vortrag unter unseren Anfeuerungen seine erste DM in der Jugend B bestritten & wollte sich jetzt revanchieren.

Geschwommen wird in der Mulde, ein Fluss der zur Zeit relativ wenig episch daher fließt, aber ab und zu auf eine Größe anschwillt, die nahezu das komplette Grimma unter Wasser setzt – hoffentlich nicht in Zukunft. 750M sind zu absolvieren und der Kurs ist so einfach wie es nur geht. Linke Seite hoch, rechte Seite runter. Nach den Schwimmmetern entstieg Georg an zweiter Position der Mulde, im großen Hauptfeld um Platz 30 bis 40 kletterten Corni und Olaf nebeneinander auf den Steg. Lukas und Raik kamen ebenfalls wenig später an Land und kämpften um den Anschluss an die Hauptgruppe.

Das Radfahren im Tal der Mulde ist definitiv kein Leichtes. Wellig, Kurven, technische Passagen. Ein Kurs der mir, Dennis, so wenig liegt das ich jedes Mal schon Panik habe, wenn das Rennen auf dem Plan steht. Aber Georg, der übrigens gebürtiger Grimmaer ist, scheint den Kurs zu lieben. So attackierte er sogar in der Spitzengruppe liegend – aber leider ohne weitreichendem Erfolg. Nach ungefähr drei von vier Runden hatte sich aus drei kleineren Gruppen ein größeres Spitzenfeld von 20 Leuten mit Georg gebildet. Mit gehörigem Abstand von knapp einer Minuten folgte das Hauptfeld mit knapp 30 Athleten in dem Cornelius und Olaf alles gaben. Dahinter folgten kleine Gruppen von 3 bis 7 Athleten. Lukas in der Gruppe direkt in dem Hauptfeld und Raik in der Gruppe hinter Lukas. Die Abstände waren allerdings schon jetzt enorm – der selektiven Radstrecke sei Dank.

Ab zum Laufen! Wohl das schwerste für Georg mit den schweren Beinen von gestern! Er kämpfte um jeden Meter und versuchte sich dem Angriff von Corni zu erwehren. Der lief aus dem Hauptfeld immer näher an die Spitzengruppe. Am Ende des Hauptfeldes kämpfe Olaf um den Anschluss an die Gruppe und erwährte sich den Teaminternen Angriffen von Lukas und Raik. Zwischen den beiden entfachte der Kampf um den vierten Platz des Teams bei dem sich schlussendlich Raik durchsetzte. Weiter vorne sicherte sich Corni im Zielsprint noch den Platz direkt vor Georg: 23. und 24. Platz. Olaf wird, mit seinem zarten Baujahr von 1968 (kein Schreibfehler), 59., Raik 65., und Lukas in seinem ersten Einzelrennen 67..

Am Ende steht, wie schon in Gütersloh, ein 12. Platz in der Ergebnisliste & wir können dankbar sein, dass Georg sich für uns ein zweites Mal an die Startlinie stellte! Eindeutig der MVP des Wochenendes. In zwei Wochen geht es in Verl erneut zur Sache – dort hoffentlich wieder mit wenigstens einem der Langzeitkranken bzw. -verletzten – mit Sicherheit aber mit dem Nachwuchs!