Guter 9. Platz zum Auftakt in Gütersloh

Beim Saisonauftakt in Gütersloh konnten wir einen guten 9. Platz unter den 19 Mannschaften sichern. Im regnerischen Gütersloh gingen zwei Neuzugänge und drei bekannte Gesichter an den Start, um schnellstmöglich als Team die Sprintdistanz von 750m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen zu absolvieren.
 
Unser erster Neuzugang in den Starting Five von Gütersloh ist Yoram Hübl, der in Neubrandenburg am Bundesnachwuchsstützpunkt trainiert. Als weiterer Neuzugang stand Franz Löschke im Weiß-Grünen-Dress an der Startlinie. Franz ist aktuell Langdistanzprofi mit zwei Halbironmansiegen, dem Deutschen Meistertitel über die Langdistanz und blickt in seiner Laufbahn auch auf einen U23-Weltmeistertitel und den Weltmeistertitel in der Mixed-Relay mit Jan Frodeno zurück - also geradeso gut genug für den Start bei uns ;-). Das Team wird komplettiert durch den dänischen Youngster Noah Brendholdt aus der Rostocker Partnerstadt Aarhus, Teamchef und Jungprofi Lukas Schnödewind, sowie Urgestein Dennis Weu.
 
Das Teamrennen im Gütersloher Nordbad ist schon fast traditionell der Auftakt der 2. Bundesliga Nord. Beim letzten Mal - in 2019 - konnten wir einen starken 8. Platz erkämpfen. Allerdings ist Gütersloh auch der Ort, an dem unser Team sein einzigen letzten Platz der Teamhistorie erlebt hat. Dennis war übrigens immer dabei - in guten wie in schlechten Zeiten. In diesem Jahr sollte es also lieber wieder in die Richtung des 8. Platz gehen & mit dem Team standen die Vorzeichen dafür so gut wie selten in den Jahren zuvor. Die Besonderheit des Teamrennens ist es, dass mindestens 4 von den 5 Athleten das Rennen gemeinsam Seite an Seite bestreiten müssen. Ein homogenes Team mit Athleten, die keine richtige Schwäche haben, ist hier die Lösung. Wenn es eine Schwäche bei uns gibt, dann das Radfahren. Hier war unklar, ob unser Jungspund - mit Jahrgang 2005 - Yoram und Dennis dem Tempo gewachsen sind. Extrem optimistisch waren wir allerdings beim Schwimmen, da alle fünf die 800m im Bereich der 10.00 Minuten schwimmen können. Eine Zeit, die in der 2. Bundesliga für die Topplätze reichen kann und uns so etwas Vorsprung für das Radfahren einbringt.
 
Gestartet wird das Rennen im Minutenabstand. Als 6. Platz der letzten Saison sollte es also für uns 6 Minuten nach dem ersten Team ins Wasser gehen. Jedoch noch bevor das erste Team in das Schwimmbecken gesprungen ist, wurden alle gemeinsam Nass. Es fing an in Strömen zu regnen. Perfekte Bedingungen für einen Triathlon also. Während uns das Wasser von oben begrüßte ging es in die letzten Vorbereitungen. "Schwimmbrille auf? Badekappe auf? Alle Transponder dran? Dann los" - Start! 
 
Die 750m im 50m Freibecken liefen gut, allerdings nicht so gut wie ausgemalt. Yoram, als Führungsschwimmer, hat mit der Kälte gekämpft und konnte das angepeilte Tempo von 1.15min/100m nicht ganz halten. Nach dem geplanten Wechsel auf Lukas, nach 400m, blieben wir aber weiterhin ganz gut im Rennen und konnten nach 9.51min das Becken verlassen und damit die drittschnellste Zeit im Feld erreichen. In der Wechselzone lief alles nach Plan. Kaum auf dem Rad angekommen hat sich dann Franz wie ausgemalt in die Führung gesetzt. Vor allem für Dennis und Yoram hieß es jetzt: Ohren anlegen und irgendwie das Hinterrad halten. Das Wasser der Vordermänner sprüht von der Straße ins Gesicht, die Beine versuchen alles auf die Pedale zu bringen was da ist, jeder Zentimeter Windschatten wird ausgenutzt. Doch nach 2 Minuten der Beschleunigung steht eines fest: Es tut einfach nur weh - jedenfalls für Yoram und Dennis. Beide haben sich daher erstmal - eher unfreiwillig - entschieden nicht mit in die Führung zu wechseln. Es lag also an Franz, Lukas und Noah das Tempo zu machen. Während sich Yoram nach wenigen Minuten im Windschatten erholt hat und mit in die Rotation ging blieb Dennis weiterhin am Ende der Gruppe. Nach der ersten von 2 Radrunden ist es dann aber passiert. Dennis konnte dem Tempo nicht mehr folgen und die verbliebenden Vier mussten es jetzt richten. Dennis ist zwar noch die 20km zu Ende gefahren, war dann aber laut Regelwerk des Teamrennens verpflichtet das Rennen in der Wechselzone zu beenden. Franz, Noah, Yoram und Lukas konnten gemeinsam die letzte Runde noch gut absolvieren und gingen mit Kampfeslust auf die abschließenden 5km.
 
Der 5km Lauf führt über 2 Runden quer durch einen Park in dem gerade Strecken eine Seltenheit sind. Das klassische Bild eines Teamrennens hat sich auch hier wieder gefunden: Die Hand am Rücken des Vordermanns. Innerhalb dieses Rennens ist es erlaubt seinen Teamkameraden mit der Hand im Rücken zu unterstützen. Franz, der schon einen großen Teil der Arbeit auf dem Rad verrichtet hat, spielte auch hier seine Stärke aus und schob Yoram über die gesamte Strecke. In Yorams Worten: "Den All-Inclusive Service habe ich gern in Anspruch genommen". Während Dennis nur noch von der Seite anfeuern konnte wurde Noah auf der Strecke von Lukas unterstützt. Am Ende des Fights steht die sechste Laufzeit zur Buche.
 
Im Ziel angekommen hieß es nun warten - auf die Ergebnisse. Was ist unsere Zeit Wert? Welche Teams, die hinter uns gestartet sind, holen uns noch ein? Die Antwort: Nicht viele. Am Ende können wir einen guten 9. Platz aus Gütersloh mit nach Hause nehmen. Damit halten wir uns genau im Mittelfeld auf und haben die Basis für den Klassenerhalt gelegt, denn am Ende der Saison werden in diesem Jahr sechs Teams die Liga nach unten verlassen. Das nächste Rennen findet am 19.06. über die Sprintdistanz in Eutin statt.
 

Saisonauftakt in Gütersloh

Am Sonntag geht es endlich wieder los. Die Saison der 2. Bundesliga Nord startet - wie vor Corona fast schon traditionell - im nordrhein-westfälischem Gütersloh.

Nach einer langen Zeit mit vielen Absagen, Verschiebungen oder Duathlons sind wir mehr als heiß auf den bevorstehenden Auftakt. Wie in der Vergangenheit wartet auf unsere fünf Jungs ein Teamsprint über 750m Schwimmen im Gütersloher Freibecken, 20km Radfahren in und um die Stadt und 5km Laufen im Park. Die Besonderheit beim Teamsprint: Es müssen mindestens vier unserer Jungs zusammen bleiben. Am Ende wird die Zeit des Vierten gewertet. Hier unterstützen die Stärkeren also die Schwächeren und bringen diese zu neuen Bestleistungen. Im Wasser gibt es den Wasserschatten, beim Radfahren den gewohnten Windschatten und im Laufen - tja - da gibt es dann für mindestens einen die Hand am Rücken.

Ins Rennen starten wir am Sonntag mit zwei Neuzugängen und drei bekannten Gesichtern. Der erste Neuzugang, Yoram Hübl, ist vom Bundesnachwuchsstützpunkt in Neubrandenburg. Mit seinem Jahrgang 2005 ist er auch gleichzeitig unser jüngster Sportler im triZack-Dress. Unwesentlich älter, mit Jahrgang 2004, ist Noah Brendholdt. Noah ist aus unserer dänischen Partnerstart Aarhus und stand bereits im letzten Jahr für uns in Hannover an der Startlinie. Danach machen wir einen kleinen Generationensprung zu unserem Teamchef Lukas Schnödewind, der sich nach seinem ersten Profirennen beim IM 70.3 Mallorca, wieder ein bisschen jünglichen Speed abholen möchte. Den möchte sich auch unser zweiter Neuzugang abholen: Franz Löschke. Franz ist seit vielen Jahren Profitriathlet, ehemaliger U23-Weltmeister und zu letzt Sechster beim IM Südafrika geworden. Das Team komplettiert Dennis Weu, der nicht nur am Start steht, damit seine Serie "Ich stand seit Teamgründung jedes Rennen in Gütersloh am Start" nicht reist. Wir sind optimistisch mit der Mischung aus Nachwuchs, Profi und Tradition eine passende homogene Mannschaft am Start zu haben.

Aber auch die 2. Bundesliga Nord hat Neuzugänge, weshalb in diesem Jahr 19 Teams mit uns zusammen an der Startlinie stehen und um Auf- und Abstieg kämpfen. Nach den fünf Rennen in Gütersloh, Eutin, Verl, Grimma und Hannover soll es dann aber wieder etwas familiärer werden, sodass ganze 6 Teams - 14. Platz und schlechter - am Ende der Saison die Liga verlassen müssen. Wir hoffen in Gütersloh einen guten Auftakt zu finden, um dem Abstiegskampf von Anfang an fern zu bleiben 😉

Wir freuen uns, dass wir weiterhin auf unsere Sponsoren bauen können:

Vielen Dank! Ohne Euch wäre dies alles nicht möglich!